Für die Datenschützer ist es ein Übel, doch für den Händler im Internet ein Segen: das Facebook Pixel. Was hat es damit auf sich? Wir wollen heute die Vorteile für den Online-Händler näher betrachten. Wer auf seiner Internetpräsenz das Facebook Pixel installiert hat, ermöglicht dem Social Media Konzern tiefe Einblicke in das Verhalten seiner User. Facebook kann von nun an mitverfolgen wie sich die Besucher auf der Seite verhalten, was sie sich anschauen, wie lange sie sich etwas anschauen, für was sie sich interessieren und was sie so alles kaufen. Ebenso wird festgestellt, welche User viel und welche wenig kaufen, ob sie Kaufvorgänge regelmäßig abbrechen, womit sie vorzugsweise bezahlen und vieles weitere mehr.

Diese Informationen werden dann mit den Daten aus dem jeweiligen Facebook Profil des Users zusammen geführt. Dadurch ergibt sich für Facebook die Möglichkeit seine Werbung zu personalisieren, in einer Art und Weise die kein Anderer bieten kann. Selbst Google kann seinen Werbekunden nicht diese Fülle an Informationen über seine User bieten. Hier ist Facebook ganz weit vorne. Nahezu jede kommerzielle Website hat mittlerweile das Facebook Pixel installiert. Dadurch ergibt sich ein umfassendes Bild der User.

Für den Betreiber eines kleinen spezialisierten Onlineshops bieten sich nun perfekte Marketingoptionen. Denn er kann seine Werbung absolut passgenau den Usern präsentieren, die sich für sein Angebot auch wirklich interessieren. Das minimiert das Risiko eines Verlustes im Werbebudget. Gerade die Kleinen, die sich genau überlegen müssen wie viel sie investieren möchten, haben hier einen echten Vorteil.

Facebook hat es durch den Einsatz des Pixels geschafft eine Plattform zu bieten, auf der Werber ihre perfekte Zielgruppe finden können. Es können die spezifischsten Zielgruppen erstellt werden, nach Demografie, Alter, Einkommen, Kaufverhalten, Hobbys und weiteren Interessen. Das alles ist schon für relativ überschaubare finanzielle Einsätze zu haben. Der sogenannte „Werbeanzeigenmanager“ ist sehr intuitiv gestaltet und hilft auch unerfahrenen Werbern dabei, ihre erste Kampagne zu starten.

Wie eingangs schon erwähnt, ist diese Praxis für Datenschützer ein Horror, denn der User wird dadurch endgültig gläsern. Selbst diejenigen die über keinen Facebook-Account verfügen, werden durch das Facebook Pixel aufgezeichnet. Es gibt im Grunde kein Entrinnen. Es entstehen für die User aber auch eine ganze Reihe an Vorteilen, denn es wird ihnen somit nur Werbung und Inhalte angezeigt, die sie auch interessieren sollten. Somit ergibt sich hier auch ein echter Mehrwert für die User. Denn auch das ist Facebook völlig klar: Wenn den Usern Facebook nicht mehr gefällt, weil die gezeigten Inhalte sie nicht mehr interessieren, dann bricht das Ganze in sich zusammen. Wer sich noch an Studi-VZ erinnert, der weiß was gemeint ist.